UKRAINE-KRIEG: Putin Bombt Weiter, Selenskyj Kämpferisch! Humanitäre Korridore | WELT Newsstream

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UKRAINE-KRIEG: Putin bombt weiter, Selenskyj kämpferisch! Humanitäre Korridore | WELT Newsstream

Während die Opferzahlen im russischen Krieg gegen die Ukraine weiter steigen, haben sich beide Seiten auf humanitäre Korridore in besonders umkämpften Gebieten der Ukraine verständigt. Den Teilkompromiss verkündeten ukrainische und russische Unterhändler am Donnerstag nach ihrer zweiten Verhandlungsrunde, der wohl Anfang nächster Woche weitere Gespräche folgen sollen. Aus Sicht von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron steht das Schlimmste in diesem Krieg noch bevor – Kremlchef Wladimir Putin habe das klare Ziel, die gesamte Ukraine unter seine Kontrolle zu bringen, hieß es nach einem Telefonat der beiden Staatschefs aus dem Élysée-Palast.

Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak betonte nach dem Treffen im belarussisch-polnischen Grenzgebiet, dass einige erhoffte Ergebnisse nicht erreicht worden seien. Der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski sprach von einer «möglichen vorübergehenden Einstellung der Feindseligkeiten» in den – nicht näher definierten – Gebieten für den Zeitraum der Evakuierung. Laut Podoljak sollen die «humanitären Korridore» auch genutzt werden, um die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Eine flächendeckende Waffenruhe ist offenbar nicht geplant.

Russland verstärkte derweil am achten Tag der Invasion abermals seine Luftangriffe auf Ziele in der Ukraine. Nach Angaben ukrainischer Behörden gab es auch am Donnerstag wieder Dutzende Tote – allein 33 in der Großstadt Tschernihiw, wo augenscheinlich ein Wohnblock getroffen wurde. Laut den Vereinten Nationen sind inzwischen mehr als eine Million Menschen geflüchtet, bis zu zehn Millionen könnten es nach UN-Schätzung werden. Auch die EU-Kommission rechnet mit mehreren Millionen Kriegsflüchtlingen, die nach einem Beschluss der Mitgliedstaaten vom Donnerstag schnell und unkompliziert aufgenommen werden sollen.

Russlands Staatsführung macht derweil wenig Hoffnung darauf, dass der militärische Druck auf die Ukraine und das Blutvergießen dort bald nachlassen könnten. «Wir sind gesprächsbereit, aber wir werden unsere Operation fortsetzen», sagte Außenminister Sergej Lawrow. Präsident Putin zeigte sich demonstrativ zufrieden mit dem Erreichten und sagte bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats, der Militäreinsatz verlaufe «streng nach Zeitplan und nach Plan».

In dem Telefonat mit Macron drohte Putin nach Kreml-Angaben, weitere Forderungen an die Ukraine zu stellen. Zuvorderst gehe es um die Demilitarisierung der Ukraine und deren neutralen Status. Putin habe betont, dass die Ziele der «militärischen Spezial-Operation», wie Russland den Krieg bezeichnet, in jedem Fall erreicht würden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab sich weiter kämpferisch. «Sie werden hier keinen Frieden haben, sie werden hier kein Essen haben, sie werden hier keine ruhige Minute haben», sagte er in einer Videobotschaft über die russischen Truppen. Außerdem forderte er Putin erneut zu direkten Gesprächen auf.

#Ukraine #Russland #Krieg

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